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Brutale Gewalt gegen Lebensgefährten – Bundespolizei klärt Gewaltdelikt mittels Videoüberwachung

München, 06.04.2017. Zwei alkoholisierte Männer stritten sich am Mittwoch (5. April) am Bahnsteig 18/19 des Hauptbahnhofes. Dabei trat ein 32-Jähriger äußerst heftig auf seinen Lebensgefährten ein, nachdem er diesen zuvor zu Boden geschubst hatte. Die Tat konnte Dank Videoüberwachung aufgeklärt werden. Der polizeibekannte und mit Gewaltdelikten bereits auffällig gewordene Angreifer wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Kurz vor 11 Uhr wurde der Bundespolizei von der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn mitgeteilt, dass am Bahnsteig 18/19 des Hauptbahnhofes eine männliche Person umherspringt und gegen den Zug treten würde.

Als die Leitstellenbeamten die Videoüberwachung zuschalten erkannten sie am Monitor, wie ein Mann heftig auf einen anderen, am Boden liegenden Mann, eintrat. Als wenig später eine sich in der Nähe befindliche Streife hinzukam, lag ein Mann – zwar bei Bewusstsein, aber mit sehr abwesendem Eindruck – am Boden. Ein zweiter Mann beugte sich über ihn und schrie ihn in osteuropäischer Sprache an. Die Streife trennte beide, dabei zeigte sich der alkoholisierte Angreifer, wie sich herausstellte, ein 32-jähriger Slowake, sehr uneinsichtig. Er riss sich – aus erfindlichen Gründen – am Bahnsteig die Hose herunter und schrie lautstark umher.

Für den am Boden liegenden Mann wurde der Rettungsdienst verständigt. Eine Mitnahme war nicht notwendig, da sich der 36-jährige Pole – trotz der heftigen Tritte -glücklicherweise nur leichte Prellungen und Schürfwunden zugezogen hatte.

Zur Aufklärung der Gewalttat konnte die Videoaufzeichnung beitragen. Hierbei wurde erkannt, wie der 32-Jährige Gewalttäter stark schwankend zunächst den Bahnsteig hoch- und runterlief. Dabei lies er sich mehrfach gegen einen am Gleis abgestellten ICE fallen. Anschließend steuerte er auf den 36-Jährigen zu, schubste ihn und trat, als er am Boden lag, mehrfach heftig auf ihn ein.

Beide, wie sich herausstellte Lebensgefährten, waren mit 2,58 Promille (der Täter) bzw. 2,3 Promille (das Opfer) alkoholisiert. Nach Information über das Geschehnis ordnete die Staatsanwaltschaft München I die Haftrichtervorführung und Blutentnahme für den 32-Jährigen Slowaken an. Der 36-jährige Pole konnte die Wache nach Ausnüchterung am frühen Nachmittag wieder verlassen.