Generali München Marathon 2024: Kenias Marathon-Debütant Nehemiah Kipyegon triumphiert

Generali München Marathon 2024: Kenias Marathon-Debütant Nehemiah Kipyegon triumphiert
Foto: © Norbert Wilhelmi

Rund 26.000 Teilnehmer:innen gingen am 13. Oktober beim 38. GENERALI MÜNCHEN MARATHON an den Start, darunter rund 6.000 im Marathon, 12.000 im Halbmarathon, 800 Staffeln und 3.000 10KM-Läufer:innen.

Bereits am Samstag fanden der mini marathon sowie der Internationale Trachtenlauf statt.

Über die 42,195 Kilometer siegte dabei ein Marathon-Debütant: der Kenianer Nehemiah Kipyegon überquerte in 2:10:02 Stunden als Schnellster die Ziellinie im Olympiapark. Die schlechten, nasskalten Wetterbedingungen in der zweiten Rennhälfte verhinderten die avisierten schnelleren Zeiten von deutlich unter 2:10 Stunden. Trotzdem erzielte Kipyegon mit seinem eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg die viertbeste Siegzeit in der Veranstaltungsgeschichte. Der 26-Jährige hatte über fünf Minuten Vorsprung vor Siyum Tola (Äthiopien), der ebenfalls seinen ersten Marathon lief und nach 2:15:29 im Ziel war. Dritter wurde Benard Chumba (Kenia) in 2:19:00.

Kipyegon setzte sich schon unmittelbar nach dem Start an die Spitze einer fünfköpfigen Führungsgruppe und passierte die Halbmarathon-Marke in 64:13 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt liefen Tola und Kibor noch hinter ihm, doch der Kenianer fiel bald darauf zurück und kämpfte sich später mit Muskelproblemen abgeschlagen ins Ziel. Im Duell der beiden Debütanten konnte dann auch Tola nicht mehr lange Schritt halten. Als Kipyegon zwischen 24 und 26 km die Kilometerabschnitte in jeweils unter 3:00 Minuten lief, war der Äthiopier geschlagen. „Er hat kein Tempo gemacht, daher setzte ich mich ab“, sagte Kipyegon. „Das ist der größte Sieg meiner Karriere. Ich denke, ich kann in der Zukunft Zeiten um die 2:05 Stunden erreichen.“
 
Die schnellste Frau war heute Äthiopiens Newcomerin Asmare Assefa: Die 26-Jährige triumphierte bei ihrem ersten Rennen in Europa mit einer persönlichen Bestzeit von 2:29:44 und erzielte die zweitschnellste Siegzeit der Veranstaltungsgeschichte. Zweite wurde die Kenianerin Shamilah Kipsiror in 2:34:01 vor Gelane Senbete (Äthiopien/2:35:44).

Nachdem eine vierköpfige Frauen-Spitzengruppe die 10-km-Marke nach 34:54 Minuten erreicht hatte, entwickelte sich in der Folge ein Zweikampf zwischen Shamilah Kipsiror und Asmare Assefa. Die beiden passierten die Halbmarathon-Marke nach 1:13:34 Stunden und hatten bereits eine knappe Minute Vorsprung. Knapp zehn Kilometer vor dem Ziel fiel die Entscheidung. Assefa lief an Kipsiror vorbei und war schnell außer Reichweite. Kipsiror hatte das Gros der Führungsarbeit geleistet und war am Ende derart entkräftet, dass sie im Ziel ärztlich versorgt werden musste.

„Der Regen machte es ab Kilometer 27 schwierig. Ich denke, bei gutem Wetter wäre ich heute drei Minuten schneller gewesen“, sagte Asmare Assefa.

Die schnellsten Deutschen waren Sven Perleth (SC Ostheim/Rhön) in 2:32:39/Platz 6 und Ruth Bergmann (München) in 2:51:42/Platz 4.

Die Halbmarathon-Distanz dominierten heute Dominik Hirczy (Österreich/1:07:13) vor Florian Neuschwander (PTSV Rosenheim/1:08:05) und Luis Carlos Rivero (Guatemala/1:09:55). Bei den Damen siegten Eva Schultz (LG Passau/1:17:08) vor Elena Barham (USA/1:18:29) und Anabel Knoll (DJK Ingolstadt/1:18:44).

Maximilian Thorwirth (SFD 75 Düsseldorf) kam beim 10KM-Lauf als erster ins Ziel (0:30:21), gefolgt von Georgios Pournaras (LG Stadtwerke München/0:31:29) und Robert Baumann (LAV Stadtwerke Thüringen/0:32:13). Das Podest bei den Damen bildeten Ingalena Schömburg-Heuck (LG Bamberg/0:37:28), Nataie Wangler (Roadrunners Südbaden/0:38:10) und Marisa Geisberger (München/0:38:11).

„Wir haben heute trotz des Wetters eine tolle Veranstaltung mit einem eindrucksvollen Teilnehmerrekord erlebt und den GENERALI MÜNCHEN MARATHON weiter auch international etabliert“, sagte Renndirektor Gernot Weigl. „Bezüglich der Ausrichtung des Rennens im nächsten Jahr ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Ich hoffe, dass wir auch 2025 den Marathon veranstalten werden. Die Stadt hat heute gesehen, dass unsere Veranstaltung funktioniert und für München in jeglicher Hinsicht ein echter Gewinn ist. An dieser Stelle möchte ich auch meinem gesamten Team für die großartige Organistation danken.“

Alle Ergebnisse zum 38. GENERALI MÜNCHEN MARATHON gibt es unter www.generalimuenchenmarathon.de