Schmuck aus dem Drucker und Gravur-Roboter: Innovationen auf der Inhorgenta Munich

Foto: Messe München / frommel fotodesign

Vom 22. bis 25. Februar 2019 ist München Mittelpunkt der Schmuck-, Uhren- und Edelsteinbranche. Dann zieht die INHORGENTA MUNICH wieder Aussteller und Besucher aus aller Welt an. Erneut bietet die internationale Fachmesse viel Platz für Innovationen. Gravur-Roboter und Schmuck aus dem Drucker sind einige davon.

Neben edlem Geschmeide und den neusten Funktionen von Smartwatches zeigt sich auf der INHORGENTA MUNICH 2019 auch, wie sehr die Schmuck-, Uhren- und Edelsteinbranche von technischen Neuerungen profitiert. Insbesondere in der Halle A2 „Technology & Bijoux“ bietet sich den Besuchern mit über 200 Ausstellern ein breites Spektrum an Innovationen. Neben Anbietern für Ladenbau, Sicherheit oder auch Trendschmuck dürften hier vor allem die Bereiche Werkstatt, Scheideanstalten, Technik und EDV schnell zum Gesprächsthema werden.

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„In der Halle A2 erhalten Juweliere, Uhrmacher, Goldschmiede und Designer wertvolle Einblicke, wie neuartige Technologien Prozesse und Produkte nachhaltig verändern und welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben. Darüber hinaus finden Besucher hier alles, was sie für einen erfolgreichen Geschäftsalltag benötigen“, so Stefanie Mändlein, Projektleiterin der INHORGENTA MUNICH.

Drucker produziert Gold-, Silber- und Platinschmuck
Seit einigen Jahren schon hat sich der 3D-Druck in vielen Bereichen der Industrie etabliert. Auch in der modernen Schmuckherstellung hat die innovative Hightech-Fertigung Einzug gehalten und stellt inzwischen eine ideale Ergänzung zu traditionellen Handwerkstechniken dar. Sie ermöglicht filigrane Formen, die selbst für einen erfahrenen Goldschmied nicht leicht umsetzbar sind.

Was bis vor Jahren noch wie ein Märchen klang, ist inzwischen Realität: Gold-, Silber- oder Platinschmuck kommen aus dem Drucker – und zwar auf den hundertstel Millimeter passgenau. Grundlage dabei sind ein digitaler Entwurf und spezielle pulverförmige Legierungen. Im 3D-Drucker entstehen dann mit dem Laser-Sinter-Prozess Schicht für Schicht die filigranen Schmuck- und Uhrenteile.

Zu den Herstellern, die dieses Verfahren auf der INHORGENTA MUNICH 2019 präsentieren, gehört Heimerle + Meule. Deutschlands älteste Gold- und Silberscheideanstalt bietet das „Direct precious metal 3D printing“ – kurz: 3D-Druck in Edelmetall – über ihre Tochterfirma Cooksongold an. Diese innovative Technologie bietet die Möglichkeit, aus dreidimensionalen CAD-Dateien, unter Verwendung von hochentwickeltem Edelmetall-Pulver, zur finalen Bearbeitung vorgefertigte Teile herzustellen.

Roboter übernehmen die Gravuren
Die Firma Gebrüder Boley GmbH & Co. KG, einer der führenden Anbieter von Schmuck- und Uhrentechnik, bringt zur INHORGENTA MUNICH 2019 neben innovativen Prüfgeräten und modular erweiterbaren Uhrmacher- und Goldschmiedewerktischen auch Gravur-Roboter mit. Computergesteuerte Graviermaschinen verrichten dabei ihre Dienste überaus präzise und schnell.

„Die INHORGENTA MUNICH ist eine der wenigen Messen in Europa, die neben neuartigen Technologien auch einen Fokus auf die Uhrmacher- und Goldschmiedetechnik legt. Für den inhabergeführten Fachhandel ist dies von ganz besonderer Bedeutung, da heute eine gut geführte Werkstatt ein wichtiges Abgrenzungsmerkmal gegenüber dem reinen Onlinehandel darstellt“, betont Gesellschafter Michael Lutz.