Schwerpunktaktion Radfahrer“ & Präventionsvideo zum Thema „Toter Winkel“

Schwerpunktaktion Radfahrer“ der Polizeiinspektion 42 (Neuhausen) und Präventionsvideo zum Thema „Toter Winkel“

Im Jahr 2017 war die häufigste Unfallursache bei den von Radfahrern verursachten Verkehrsunfällen der sogenannte „Geisterradler“, die entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung auf dem Radweg fuhren.

Derartige Unfälle lassen sich nur durch gegenseitige Rücksichtnahme und der Einhaltung der Verkehrsregeln vermeiden.

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Durch die Schwerpunktaktion, die am Montag, 02.07.2018 im Bereich der Nymphenburger Straße / Landshuter Allee stattfand, sollte noch einmal auf die Grundbedeutung der Straßenverkehrsordnung aufmerksam gemacht werden.

In der Zeit von 08.00 bis 10.00 Uhr konnten insgesamt 42 Geisterradler festgestellt werden. Sie wurden mit einem Bußgeld von 20 Euro verwarnt.

Präventionshinweis Fall Fahrradhelm:
Fahrradfahrer stößt bei Verkehrsunfall mit dem Kopf gegen
die Heckscheibe eines Pkw; Fahrradhelm verhindert schwerwiegende Verletzungen:

Am Mittwoch, 04.07.2018, gegen 07.50 Uhr, befuhr ein 63-Jähriger mit seinem Pkw die Münchner Straße in Neuried. Kurz vor dem Ortsschild München musste er verkehrsbedingt halten und bremste sein Fahrzeug bis zum Stillstand ab.

Ein 14-jähriger Schüler fuhr mit dem Fahrrad hinter dem 63-Jährigen. Laut Aussagen von umstehenden Zeugen hielt der Schüler ein Mobiltelefon in der Hand und war vermutlich aus diesem Grund abgelenkt. Er bemerkte das Abbremsen des vorausfahrenden Pkw nicht und fuhr ungebremst auf das Heck des Fahrzeuges auf.

Beim Zusammenstoß traf der Fahrradfahrer mit seinem Fahrradhelm auf die Heckscheibe des Pkw, wodurch die Scheibe zerbrach. Da der Schüler einen Fahrradhelm trug zog er sich nur leichte Verletzungen zu. Er wurde mit einer Schnittwunde am Arm und Prellungen zur Untersuchung in ein Münchner Krankenhaus gebracht.

Am Pkw entstand ein Sachschaden in Höhe von 1.000 Euro.

Präventionsvideo zum Thema „Toter Winkel“:
Das Polizeipräsidium München beteiligte sich an der Erstellung eines Präventionsfilms zur Thematik „Toter Winkel“. Auf Initiative der Allianz Unfallforschung und in Kooperation mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat wurde für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren ein zwölfminütiger Kurzfilm erstellt, welcher die Gefahren erklärt, die für Fußgänger und Radfahrer vom sogenannten „Toten Winkel“ ausgehen. Die Moderatorin Nina Moghaddam zeigt auf kindgerechte Weise, wie gefährlich die nicht oder nur schwer einsehbaren Bereiche vor, neben und hinter Fahrzeugen, besonders bei abbiegenden Lkw und Bussen, für andere Verkehrsteilnehmer werden können. Auch werden anschaulich Hinweise erteilt, wie sich Schülerinnen und Schüler auf ihrem täglichen Schulweg vor diesen Gefahren schützen können.

Der inzwischen dritte der „Allianz Sicherheitsfilme“ wird unter dem Titel „schon gewusst? Der tote Winkel“ an Schulen kostenlos verteilt und findet im Rahmen des Unterrichts Verwendung.

Das Polizeipräsidium München beteiligte sich beratend bei der Erstellung des Filmes. Es tritt ein Münchner Beamter „in seiner Rolle als Polizist“ im Film mit auf. Für die Münchner Polizei bot sich durch die Teilnahme an diesem Projekt eine gute Möglichkeit, Maßnahmen der Verkehrserziehung, wie zum Beispiel dem Unterricht der Jugendverkehrsschule durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrserziehung zu ergänzen.