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Stadt will Musikproberäume beim Feierwerk bauen

Stadt will Musikproberäume beim Feierwerk bauen

München, 30.11.2017. In unmittelbarer Nähe zum Feierwerk, einem von der Stadt München geförderten Ort für Kunst, Musik und Kultur in der Hansastraße 39-41, sollen zehn Musikproberäume entstehen. Das hat der gemeinsame Kommunal- und Kulturausschuss des Stadtrats heute vorberaten. Er hat der Vollversammlung, die am 13. Dezember tagt, die Bereitstellung von insgesamt 2,245 Millionen Euro für das Pilotprojekt empfohlen. Außerdem wurde das Baureferat beauftragt, die Entwurfsplanung zu erarbeiten und den Bau durch einen Generalunternehmer durchzuführen.

Errichtet werden soll ein modularer Holzbau mit acht Bandproberäumen und zwei größeren Räumen für Ensembles mit größeren Besetzungen sowie Gemeinschaftsflächen für den Austausch untereinander. Der Bau soll zunächst für sechs Jahre bis Anfang 2025 an der Adi-Maislinger-Straße genutzt werden. Über eine Standortalternative für die Zeit danach wird rechtzeitig entschieden, damit der Erhalt und Umzug des variablen und transportablen Baus sichergestellt ist.

„Dass mir Musikübungsräume ein wichtiges Anliegen sind, habe ich bereits bei meinem Amtsantritt formuliert. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. In der Musikförderung haben wir Mietzuschüsse für Proberäume eingeführt. In Atelierhäusern und bei Neubauten von Schulen oder Kulturzentren konnten wir Räume mitplanen. Mit den zehn Übungsräumen, die wir jetzt in der Adi-Maislinger-Straße errichten wollen, setzen wir nun ein weiteres sichtbares Zeichen. Die von uns geförderte Fachstelle Pop im Feierwerk wird das Raumangebot kostengünstig möglichst vielen Musikschaffenden zur Verfügung stellen“, freut sich Oberbürgermeister Dieter Reiter.

„Die Fachstelle Pop ist seit 2009 die Anlaufstelle für Münchner Bands und Musikschaffende vom Hobby- bis zum Profibereich. Mit den neuen Übungsräumen, die rund um die Uhr nutzbar sein sollen, können wir vielen von ihnen helfen. Denn bezahlbare Proberäume, noch dazu schallisoliert, sind in München rar. Und Grundstücke, auf denen solche Räume errichtet werden können, auch. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass die Stadt das Projekt realisiert“ so Ernst Wolfswinkler, Geschäftsführer des Feierwerk. Da es bisher keine vergleichbare Anlage gibt, wird ein Pilotprojekt entwickelt. Das besondere daran ist die modulare Bauweise, die Umzüge und Zwischennutzungen auf unterschiedlichen Grundstücken ermöglichen soll. Nach der Stadtratsentscheidung können im nächsten Jahr die Feinplanungen erstellt und die Baugenehmigung eingeholt werden. Dann folgen Ausschreibungen an Generalunternehmer. Der Aufbau in der Adi-Maislinger-Straße ist 2019 geplant.