Enkeltrick: Festnahme nach versuchtem Betrug in Untersendling

Symbolbild

Am Dienstag, 08.12.2020, gegen 12:20 Uhr, wurde eine 70-jährige Münchnerin von einem unbekannten Mann angerufen, der sich als ihren Enkel ausgegeben hat. Der Anrufer gab an, in einen Unfall verwickelt gewesen zu sein und nun dringend Geld für die Reparatur des gegnerischen Fahrzeugs zu benötigen, da er andernfalls seinen Führerschein verlieren würde.

Die angerufene Rentnerin erkannte diesen Betrugsversuch und ließ sich zum Schein auf die Forderungen des Anrufers ein, verständigte jedoch zeitgleich den Notruf 110 der Polizei. In weiteren Telefonaten erhöhte sich die Geldforderung des Anrufers schlussendlich auf über 20.000 Euro.

Die 70-Jährige gab vor, bei der Bank den geforderten Geldbetrag abzuheben. In der Folgezeit kam es noch zu Anrufen eines vermeintlichen Polizeibeamten sowie eines Bankmitarbeiters. Diese Anrufe dienten vermutlich dem Zweck zu kontrollieren, ob die 70-Jährige auch weiterhin den Forderungen nachkommt.

Während dieser Telefonate konnte schließlich eine männliche Person an der Wohnadresse der Rentnerin als Geldabholer festgestellt und festgenommen werden. Der Mann wies sich gegenüber den festnehmenden Polizeibeamten mit einem gefälschten polnischen Ausweis aus wonach er 37 Jahre alt wäre. Die Personalien sind bislang jedoch noch nicht gesichert. Bei der Durchsuchung des Festgenommenen wurde außerdem noch eine geringe Menge Heroin aufgefunden.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die AG Phänomene durchgeführt.

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