Mittersendling: Aufzug stoppt nicht mehr

Feuerwehreinsatz
Symbolbild

Ein Personenaufzug in einem Wohnhaus ist unentwegt gefahren und ließ sich nicht mehr stoppen. Die Fahrgäste mussten von der Feuerwehr befreit werden.

Ein Vater war am frühen Morgen in den Aufzug gestiegen und wollte in das Erdgeschoss fahren. Mit an Bord war sein einjähriger Sohn, den er auf dem Arm trug. Mit dem Drücken des Zielknopfes begann seine Odyssee.

Der Aufzug machte, ohne die Fahrkabinentüre im Erdgeschoss zu öffnen, kehrt und fuhr wieder ins oberste Stockwerk. Dort angekommen wiederholte sich der Vorgang und die Kabine fuhr wieder nach unten. Dieses Spiel nahm aber leider kein Ende, es ging ständig auf und ab. Als der Mann genervt versuchte, über die Gegensprecheinrichtung Hilfe zu holen, erlebte er erneut einen Rückschlag. Die Stimme am anderen Ende der Leitung erklärte, man könne ihm nicht helfen und er solle sich an die Feuerwehr wenden.

Die Ehefrau, welche mit weiteren vier kleinen Kindern im Treppenhaus auf ihren Gatten gewartet hatte, rief über den Notruf 112 die Feuerwehr. Hier konnte ihr dann geholfen werden. Die Einsatzkräfte öffneten das Bedienpanel und betätigten den Not-Aus. Dann verfuhren sie die Aufzugskabine manuell in das nächstgelegene Stockwerk und öffneten mit einem Spezialschlüssel die Schiebetüren. Nun endlich konnten Vater und Sohn ihr fahrendes Gefängnis verlassen.

Üblicherweise lieben kleine Kinder das Aufzugfahren. In diesem Fall war der kleine Mann allerdings nicht mehr begeistert und machte einen äußerst genervten Eindruck.

Wie viele Runden die beiden tatsächlich drehten, ist nicht bekannt. Vater und Sohn blieben unverletzt, der Aufzug wurde stillgelegt.