Polizei geht gegen die Autoposer- und Raserszene vor

Foto: Polizei Bayern
In den Zuständigkeitsbereichen mehrerer Polizeiinspektionen häufen sich die Meldungen und Beschwerden über illegale Straßenrennen und sogenanntes Poserverhalten, hierbei treffen sich überwiegend junge Männer an geeigneten Örtlichkeiten und imponieren sich gegenseitig mit hochmotorisierten und getunten Kraftfahrzeugen.

Aus diesem Grund schlossen sich am Freitag, 03.07.2020 mehrere Dienststellen des Münchner Westens mit der Einsatzhundertschaft und der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsüberwachung zusammen, um gezielt gegen die Autoposer- und Raserszene vorzugehen.

An verschiedensten Örtlichkeiten wurde das Fahr- und Geschwindigkeitsverhalten gezielt überwacht. Hierbei gingen den Polizeibeamten eine Vielzahl von Rasern ins Netz, wobei gleich mehrere innerhalb der geschlossenen Ortschaft mit mehr als 100 km/h gemessen wurden. Insgesamt wurden rund 250 Geschwindigkeitsverstöße registriert. Spitzenreiter war hierbei ein 57-jähriger Porsche-Fahrer aus dem Münchner Landkreis, der auf der Ingolstädter Straße bei erlaubten 50 km/h mit 149 km/h gemessen wurde. Ihm droht nun ein Bußgeldverfahren in Höhe von 680 Euro, zwei Punkte im Verkehrszentralregister und ein dreimonatiges Fahrverbot. Die Zentrale Bußgeldstelle wird in der Regel bei dieser Überschreitung von mehr als dem Doppelten der erlaubten Geschwindigkeit, wohl einen Tatvorsatz vorwerfen, wodurch sich das Bußgeld verdoppelt.

Der technische Zustand der Kraftfahrzeuge stand im Fokus Kontrollen. Hierbei fielen einige nicht zulässige Veränderungen auf, welche die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigten. Zwei Fahrzeuge wurden zur Erstellung eines Gutachtens abgeschleppt.

Auch an den einschlägigen Treffpunkten, wie öffentliche Parkhäuser und Tankstellen, wurden Kontrollen durchgeführt: Hierbei wurden von mehr als 50 Personen die Personalien festgestellt und Platzverweise ausgesprochen. Da auch bei den Tankstellenbetreibern diese Szene unerwünscht ist, wurden ihnen durch den Pächter einer großen 24-Stunden-Tankstelle in Moosach Hausverbote erteilt. Sollten die Betroffenen erneut das Tankstellengelände betreten, droht ihnen eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruches.

Die Münchner Polizei führt solche Kontrollen in regelmäßigen Abständen im Münchner Stadtgebiet durch.

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