Zeit, dass sich was dreht: Bald ist Münchens zweites “Windrad” betriebsbereit

Zeit, dass sich was dreht: Bald ist Münchens zweites
Kristina Frank, Kommunalreferentin und 1. Werkleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) und Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer SWM, besichtigten am Mittwoch den Baufortschritt. Foto: SWM

In Kürze ist die große Schwester der ersten Münchner Windkraftanlage bereit für ihre Mission Ökostrom: Auf der Deponie Nord-West in Freimann wurden in den vergangenen Tagen erst die vier Turmsegmente, danach Rotor und Nabe montiert. Jetzt werden die Rotorblätter auf rund 80 Meter Höhe eingehoben. Insgesamt drei je 69 Meter lange Rotorblätter werden sich künftig an der Windkraftanlage des Herstellers Enercon drehen. Der oberste Punkt der Anlage befindet sich 687 Meter über NN. Der Turm ist mit seinen 80 Metern rund 13 Meter höher und die Rotorblätter sind mehr als doppelt so lang wie die der bestehenden Anlage auf der anderen Seite der Autobahn. 

Öko-Energie für 2.800 Haushalte
Die Neue wird noch in diesem Jahr ihren Probebetrieb starten. Sie wird künftig Ökostrom für mehr als 2.800 Haushalte liefern – rund 7,1 Millionen Kilowattstunden im Jahr.

Das schwerste Element, das hier per Kran in die Höhe gehievt wurde, sind jedoch nicht die Rotorblätter. Es ist der sogenannte Stator (er bildet zusammen mit dem Rotor den Ringgenerator) mit stolzen 92 Tonnen Gewicht auf rund acht Meter Durchmesser. Zum Vergleich: Ein Doppeltriebwagen der Münchner U-Bahn (Typ B) wiegt rund 57 Tonnen.

Und auch das Fundament, das auf der Kuppe der ehemaligen Mülldeponie des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) aus Beton gegossen wurde, ist etwas Besonderes: Im Inneren verfügt es über acht voneinander abgegrenzte, hohle Kammern. Falls nötig, können diese einzeln mit Flüssigkeit gefüllt werden, um eine minimale Bewegung im Untergrund auszugleichen. 

Helge-Uve Braun, Technischer SWM Geschäftsführer: „Wer im Münchner Norden unterwegs ist, für den sind die Zeichen der Energiewende für München unübersehbar: 21 Jahre nach unserer ersten Windkraftanlage auf dem Fröttmaninger Berg haben wir nun das zweite weithin sichtbare Symbol unseres Ökostrom-Engagements errichtet. Das zweite ‚Windrad‘ ist ein weiterer Baustein unserer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien, mit der wir lokal und überregional die regenerative Energieerzeugung stärken und dazu beitragen, das Klima global zu schützen.“ 

Kristina Frank, Kommunalreferentin und 1. Werkleiterin des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM): „Jetzt ist das ,Tor der Windenergie‘ komplett! Münchens 2. Windrad geht in Kürze in den Probebetrieb. Es wird künftig 2800 Haushalte mit Strom versorgen – dafür sorgt auch die Höhenlage auf dem Berg der ehemaligen Mülldeponie Nord-West. Auf insgesamt 149 Metern Höhe ist Wind garantiert. Der weiße Turm selbst ist 80 Meter hoch, die drei Rotorblätter je 69 Meter lang. Ein weithin sichtbares Symbol für die saubere Energieversorgung Münchens, zu der der AWM gerne das wichtige Fundament leistet.“ 

Die Stadtwerke München arbeiten am Gelingen der Energiewende. Unter anderem wollen sie bis 2025 so viel Ökostrom in eigenen Anlagen erzeugen, wie München benötigt. Beim Ausbau der Ökostromerzeugung haben Projekte im Großraum München Vorrang. Schon heute betreiben die SWM in und um München 67 Strom-, Wärme- und Kälteerzeugungsanlagen, die regenerative Energien nutzen. 

Die SWM ermöglichen auch ihren Kundinnen und Kunden, aktiv die Energiewende mitzugestalten: mit Angeboten für Photovoltaik-Anlagen und Stromspeichern sowie der Finanzierung von Solaranlagen mittels Sonnenbausteinen. 

Mehr Informationen zum umfassenden Klimaengagement der SWM auf www.swm.de/energiewende

Bewerte diesen Beitrag!
[Total: 0 Durchschnitt 0]