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bauma 2016 vom 11.04 bis 17.04.2016 auf der Messe München

  • Hohe Zuwächse für nordamerikanischen Markt erwartet
  • Naher und Mittlerer Osten entwickeln sich gut

Nordamerika und Europa waren im vergangenen Jahr die dynamischsten Baumaschinenmärkte der Welt. Im Jahr 2015 könnte sich laut den Marktexperten diese Entwicklung weiter fortsetzen. Nicht zuletzt deshalb geht die Bau- und Baustoffmaschinenindustrie trotz politischer Unwägbarkeiten recht optimistisch ins „vor-bauma-Jahr“. Die nächste Ausgabe der bauma findet von 11. bis 17. April 2016 auf dem Gelände der Messe München statt.

Die Industrieverbände sehen derzeit weltweit gute Chancen für die Bau- und Baustoffmaschinenindustrie. Der Kundenbranche geht es gut, die Bauindustrie wächst, der Bedarf ist da – nicht nur in Europa, sondern vor allem auch weltweit. Beispiel USA: Hier befinden sich die Geschäfte im Aufwind. Um rund 19 Prozent haben allein die europäischen Hersteller 2014 ihren Absatz dort steigern können. Die Signale sind auch 2015 positiv. Ein wesentlicher Motor dieses Nachfrageimpulses sind dort unter anderem die Baumaschinenvermieter. Diese waren schon im vergangenen Jahr der bedeutendste Abnehmer in den USA.

Auch der europäische Markt nimmt wieder Fahrt auf und die europäische Bauwirtschaft kommt langsam aus den Negativschlagzeilen. Laut dem Marktforschungsinstitut Euroconstruct werden sich alle Bausektoren in Europa im Jahr 2015 erholen. Das führt zu einer insgesamt besseren Nachfrage nach Maschinen. Großbritannien und Skandinavien gehören zu den vielversprechendsten europäischen Märkten. Und auch der deutsche Markt bleibt ein Stabilitätsanker in Europa.

Nach Einschätzung der Industrieverbände wird sich China, der weltweit größte Markt für Baumaschinen, im laufenden Jahr stabilisieren, wenn auch zunächst auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2014 musste die Branche in China zum dritten Mal in Folge ein Minus im zweistelligen Bereich verkraften. Eine wirkliche Trendwende ist aufgrund der jungen Maschinenparks und der Überkapazitäten noch nicht in Sicht, jedoch eine Erholung. Die prognostizierte Marktgröße für Baumaschinen in China im Jahr 2015 beläuft sich laut dem Statistikunternehmen Statista auf annähernd 44 Milliarden US-Dollar.

Neben den traditionellen Märkten befinden sich auch die Märkte des Nahen und Mittleren Ostens im Aufwind. So zählt der Bausektor in Saudi-Arabien laut Germany Trade and Invest derzeit zu den wachstumsstärksten Wirtschaftssektoren des Landes. Vor allem die hohen staatlichen Investitionen in den Ausbau der Transportinfrastruktur werden der Branche auch mittelfristig ein überdurchschnittliches Wachstum sichern. Nach vorläufigen Angaben konnte die Bauwirtschaft der Golfmonarchie im Jahr 2014 real um 6,7 Prozent zulegen. Nach Saudi-Arabien sind die Vereinigten Arabischen Emirate der größte Markt für Bauprojekte in der Golfregion. Laut den GTAI-Analysten boomte hier in 2014 der Wohnungsbau mit Investitionen von insgesamt 16 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Auch Indien sollte nach dem Dafürhalten von Brancheninsidern konjunkturell wieder Fahrt aufnehmen. Die Managementberatung Off-Highway Research rechnet damit, dass der Absatz von Baumaschinen im siebtgrößten Staat der Erde spätestens im Jahr 2016 wieder den bisherigen Maximalwert aus dem Jahr 2011 erreicht. Damals wurden über 72.000 Einheiten verkauft. Bis 2018 prognostizieren die Analysten einen kontinuierlichen weiteren Anstieg auf annähernd 97.000 Einheiten. Die gefragtesten Produkte auf dem Subkontinent bleiben dabei die gleichen wie heute: Baggerlader, Raupenbagger, Mobilkrane, mobile Kompressoren, Verdichtungsgeräte und Radlader.

Gegen ein mögliches Wachstum auf den Weltmärkten spricht die Unvorhersehbarkeit durch politische Krisen. Das entscheidende Kriterium für die Industrie ist, inwieweit sich die Kunden von diesen Unsicherheiten beeinflussen lassen, wie sie reagieren und agieren. Johann Sailer, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes Bau- und Baustoffmaschinen, stellt deshalb fest: „Alle Szenarien scheinen uns möglich. Höhenflüge erwarten wir deshalb nicht. Dennoch sind wir optimistisch, auch für die bauma im nächsten Jahr.“ Eine Einschätzung, die den Ausstellern und Besuchern der Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte sicherlich entgegen kommt.