Neu auf dem Oktoberfest 2018

Neu auf dem Oktoberfest 2018

Wie fast jedes Jahr gibt es neue Fahrgeschäfte auf dem Münchner Oktoberfest. Hier möchten wir sie kurz vorstellen:

Chaos Pendel
Der Schweizer Schausteller Hanspeter Maier ist bekannt für das Präsentieren von neuen Fahrgeschäften. Und so wird er die Wiesn 2018 um eine Attraktion bereichern: das „Chaos Pendel“, das den Adrenalinspiegel in Sekundenschnelle in die Höhe steigen lässt. Optisch erinnert das Karussell an andere Schleuder-Schaukeln. Zwei Kabinen mit je acht Fahrgästen drehen sich wie ein Propeller im Kreis und um sich selbst. Die Drehung des riesigen Armes wird durch die Rotation eines zweiten kleineren Armes zusätzlich beschleunigt, beziehungsweise bei Gegenrotation abgebremst, sodass eine elipsenförmige Fahrt erreicht wird. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde der beiden entgegengesetzt laufenden Arme kommen völlig unterschiedliche und auch unerwartete schlangenartige Bewegungen zustande, die die Herzen von Adrenalinfans höher schlagen lassen. In 42 Metern Höhe werden die Fahrgäste von dem Pendel herumgewirbelt, die Gondeln an den zwei rotierenden Armen drehen sich dabei um sich selbst. Enorme Kräfte von 4,5 G wirken dabei auf die Gäste. Die Fahrt ist somit nichts für „schwache Mägen“ -oder wie es der innovative Schausteller selbst ausdrückt: „Ein Fahrgeschäft für die jüngere Generation.” H.P. Maier ist kein Neuling auf dem Oktoberfest. Schon mit der Riesenschaukel „Monster“ war er hier zu Gast.

Werbung / Anzeige

Hersteller des Fahrgeschäftes ist die österreichische Firma Funtime. Die Kasse ist mit der neuesten Lichttechnik ausgestattet und eine hochwertige Tonanlage sorgt für den richtigen Sound. Das „Chaos Pendel“ begeisterte bereits bei der Weltpremiere auf der Rheinkirmes in Düsseldorf im Juli 2018 die Volksfestfans.

Technische Daten
Front: 13 m
Tiefe: 10 m
Höhe: 42 m
Kapazität: 2 x 8 Personen
Anschluss: 240 KW / 380 A Baujahr: 2018

Predator
Premiere auf dem Oktoberfest feiert dieses Jahr Schausteller Willy Kaiser mit seinem Überkopffahrgeschäft „Predator“. Genau so actionreich wie im gleichnamigen US-amerikanischen Science-Fiction-Film geht es auch bei diesem Fahrgeschäft zu. Es verspricht Adrenalin pur: An zwei hydraulisch hochfahrenden Masten sind zehn Gondeln montiert, der sich in variablem Tempo drehen. Bei Erreichen von 15 Metern Höhe dreht sich der Gondelkreis und überschlägt sich, bis die Fahrgäste schließlich kopfüber sind. Kaiser erwarb das Fahrgeschäft 2014, das unter den verschiedenen Besitzern auch unterschiedliche Bezeichnungen hatte: „Transformer 2“, „Star Gate“ und „Star Trip“. Nach einer mottogetreuen Umgestaltung mit aufwändiger Bemalung erhielt es den neuen Namen „Predator“. Ausgestattet mit „Moving Heads“, Nebelmaschine und moderner LED-Beleuchtung ist diese Wiesn-Neuheit mit seiner Lichtshow abends ein echter Hingucker. Im „Predator” finden rund 40 Personen Platz. Der Zutritt ist ab einem Alter von 12 Jahren und einer Größe von 1,40 Meter erlaubt.

Technische Daten:
Front: 23 m
Tiefe: 23 m
Höhe: 16 m
Kapazität: 40 Personen
Anschluss: 250 KW / 400 A

Wellenflieger
Ein nicht wegzudenkender Volksfestklassiker, der sich immer wieder neu erfindet: Als Wellenflieger gleitet Peter Lechners nagelneues Karussell gen Himmel – bestückt mit aufwendiger LED-Beleuchtung, die im Einbruch der Dunkelheit den Wellenflieger perfekt in Szene setzt. Wer seinen Liebsten eine Freude bereiten möchte, kann ganz romantisch gemeinsam, vielleicht sogar Hand in Hand, Platz nehmen: neben Einzel-sind auch Zweier-Sitze am Karussell angebracht. Der barrierefreie Zugang ist durch eine Rampe sichergestellt.

Technische Daten
Front: 17 m
Tiefe: 18 m
Höhe: 13 m
Kapazität: 24 Einzel und 12 Doppelsitze, insgesamt 48 Personen
Anschluss: 38 KW / 80 A

Dschungelcamp
Das Dschungelbuch und insbesondere die Realityshow eines deutschen Fernsehsenders inspirierten Schausteller Angelo Agtsch zur Wiesn-Neuheit „Dschungelcamp”. Nach eigenen Ideen lies Agtsch sein bisheriges Geschäft „Amazonas“ komplett umgestalten, sowohl innen als auch außen. Das „Dschungelcamp“ verspricht auf drei Etagen mit über 200 Metern Laufstrecke mit Hindernissen Abenteuer pur. Den Besucher erwarten nicht nur die neuesten Effekte, sondern auch einige „Dschungelprüfungen“. Der Schausteller setzt dabei die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft gekonnt ein. Bevor man allerdings das Innere der als Tempel gestalteten Anlage betritt, darf man sich auf einem 16 Meter langen Wasserparkour vergnügen. Eine weitere Besonderheit, die weder zu übersehen noch zu überhören ist: ein drei Meter großer Orang-Utan, eine Sonderanfertigung einer fränkischen Figurenbaufirma. Dieser überdimensionale Affe führt Unterhaltungen mit einem Totenkopf, bewegt Arme, Kopf, erzeugt über bewegliche Teile Mimik und kann sogar Wasser durch seine Zahnlücke spritzen.

Technische Daten
Front: 22,5 m
Tiefe: 10 m
Höhe: 13,5 m
Kapazität: ca. 200 Personen pro Stunde
Anschluss: 40 KW / 63 A

Zurück auf der Wiesn 2018 – der Hofphotograph
25 Jahre „Königlich bayerischer Hofphotograph“ konnten 2015 auf der Wiesn gefeiert werden. Nach zweijähriger Pause kehrt dieses einmalige Geschäft nun auf das Oktoberfest zurück. Dies wird besonders die Stammkunden freuen, denn „viele Stammkunden kommen jedes Jahr für ein neues Bild“, erzählt Stephan Bastian, einer der Gesellschafter, stolz. Sie bringen zum Teil Alben gefüllt mit Fotos der letzten 30 Jahre mit. Mit nostalgischen Requisiten, Hintergründen und Kostümen fertigt er mit seinem Team Einzelportraits und Gruppenaufnahmen vor Ort für außergewöhnliche Erinnerungen in Sepia an. Zahlreiche namhafte Persönlichkeiten wie Rudolf Mooshammer, Michaela May und „Haindling“ H.J. Buchner ließen sich bereits im „mobilen Atelier“ im Stile der Jahrhundertwende und Biedermeierzeit ablichten.

Technische Daten
Front: 8 m
Tiefe: 5,5 m
Höhe: 3,7 m
Kapazität: 2 – 3 Fotoshootings pro Stunde
Anschluss: 20 KW / 32 A

Oide Wiesn – Neuheiten im Museumszelt
Premiere im Museumszelt feiert der nostalgische Verkaufswagen „Alpenhaus“ von Willy Kinzler jun. aus dem Jahr 1954. Hier werden die süßen Leckereien mit historischen Geräten produziert: Gebrannte Mandeln und Nüsse von Hand gerührt im Kupferkessel, Zuckerwatte und Sahnekaramellbonbons, vor Ort nach einem alten Rezept gefertigt.

Ebenso neu ist ein „Museumsstandl”, an dem exklusiv Nachdrucke von Oktoberfestplakaten der Jahre 1952 bis 2017 zum Preis von 12 Euro pro Plakat erworben werden können. Auf Wunsch ist der Versand auch per Post möglich.

Die diesjährige Sonderausstellung im Museumszelt widmet sich dem Schausteller Carl Gabriel (1857-1931), einer Oktoberfest-Legende. Dem Engagement, der Kreativität und dem Unternehmergeist des „Gross-Schauunternehmers“, wie auf seinem Grabstein im Münchner Ostfriedhof zu lesen ist, verdankt die Wiesn viel. Als seine erste Oktoberfest-Attraktion brachte der Schausteller 1894 eine Illusionsschaukel als Marktneuheit auf die Wiesn – die „Hexenschaukel“. Bald konzentrierte sich der rührige Unternehmer auf die Ausstellung „lebender Abnormitäten“ und vor allem auf Völkerschauen. Auf einem Areal von bis zu 6.000 Quadratmetern ließ er riesige Fassaden und Aufbauten errichten und präsentierte von 1901 bis 1930 Truppen wie „Das Beduinenlager“ oder „Samoa in München“. 1910 führte Gabriel das „Teufelsrad“ ein und holte 1930 die erste Steilwand auf die Münchner Wiesn. Auch das Hippodrom geht auf Gabriel zurück, der das Festzelt 1903 als „Chinesisches Hippodrom“ eröffnete.

Ein Comeback nach zwei Jahren Pause feiert im Museumszelt das „Humoristische Velodrom“ mit seinen Scherzrädern. Jeder ist eingeladen, die „verrückten Fahrräder“, zum Beispiel mit versetzter Achse, auszuprobieren und mit viel Geschick im Kreis zu fahren. In alter Manier kommentiert ein Rekommandeur das Geschehen auf der Fahrbahn. Von 1901 bis 1962 war das humoristische Velodrom als eines der ältesten Vergnügungsbetriebe auf der Wiesn.
Erstmalig gibt es auch Gastplätze im Freien: Im gemütlichen Museumsgarten kann man dem Volksfesttreiben zusehen, dem Klang der Jahrmarktsorgeln lauschen und die Fahrten der alten Bulldogs und Zugmaschinen bestaunen.